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Abfallvermeidung: Freiburg arbeitet an einem Zero-Waste-Konzept Bürgerbeteiligungs-Workshops im Januar suchen Ideen für Freiburg


Freiburg ist Spitzenreiter beim Thema Mülltrennung, doch pro Kopf erzeugt jede Bürgerin und jeder Bürger Jahr für Jahr immer noch 113 Kilo Restabfall und Sperrmüll. Verglichen mit dem bundesweiten Durchschnitt von 194 Kilo zwar ein Spitzenwert – aber da geht noch mehr. Deshalb wird jetzt einem Zero-Waste-Konzept zur Abfallvermeidung auf den Weg gebracht. Mit diesem Konzept soll daran gearbeitet werden, dass Müll gar nicht erst entsteht. Damit das funktionieren kann, sollen die Freiburgerinnen und Freiburger schon früh mit ins Boot geholt werden, Bürgerbeteiligung wird bei diesem wichtigen Umweltthema großgeschrieben. Ende Januar soll ein Workshop dazu stattfinden, die Anmeldung dafür läuft ab jetzt (siehe Infos unten). Außerdem können die Menschen der Stadt ihre Ideen über die Beteiligungsplattform mitmachen.freiburg.de einbringen. Auch Unternehmen sollen eng eingebunden werden.

Entwickelt wird das Konzept von der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Es ist ein notwendiger Prozess, um endliche Ressourcen zu schonen. Denn dafür muss dem Thema Abfallvermeidung ein höherer Stellenwert beigemessen werden als das derzeit der Fall ist. Zwar gibt es bereits Gesetze für den Bereich. Weniger Plastiktüten im Einzelhandel etwa, das Verbot von Plastiktrinkhalmen und die Pflicht auch Mehrweggeschirr in der Gastronomie (für to-go-Angebote) vorzuhalten sind Schritte in die richtige Richtung. Aber Freiburg will weiter gehen.

Dazu muss beispielsweise auch das eigene Konsumverhalten neu gedacht und das Ziel, Abfälle zu vermeiden aktiv gelebt werden. Ist eine Neuanschaffung sinnvoll und notwendig? Muss ein alter Tisch wirklich ersetzt werden oder kann das Holz abgeschliffen und neu lackiert werden? Brauche ich das neueste Smartphone und wenn ja, kann das alte Telefon weitergegeben werden? Häufig werden brauchbare Gegenstände entsorgt, obwohl sie intakt sind oder mit wenig Aufwand repariert werden könnten – in der Konsequenz steigen auch die Abfallmengen.

Um Abfallmengen zu reduzieren, braucht es nicht nur die Bürgerinnen und Bürger. Auch Produktions- und Dienstleistungsunternehmen können Gebrauchtwaren anbieten, ihre Produktion ressourcenschonender gestalten und nachhaltige Rohstoffe einsetzen. An diesem Punkt setzt das Zero-Waste-Konzept der Stadt Freiburg an.

Workshops suchen passgenaue Ideen für Freiburg

Mit einem Zero-Waste-Konzept folgt Freiburg anderen Städten wie München, Kiel oder Köln. Besonders wichtig dabei, ist die Beteiligung der Menschen und Unternehmen der Stadt. Sie sind zur Mitgestaltung aufgerufen: Bei einem vierstündigen Workshop geht es darum, gemeinsam Vorschläge zur Abfallvermeidung zu diskutieren, die in das Konzept einfließen können. Gesucht werden Ideen, die Wiederverwendung fördern, Abfälle reduzieren oder Recycling stärken. Wenn der Gemeinderat das Konzept beschlossen hat, sollen die Ziele bei Zero-Waste-Projekten und durch die Unterstützung von Akteurinnen und Akteuren in Freiburg in die Tat umgesetzt werden.

Die ASF und die Stadtverwaltung Freiburg laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Initiativen und weitere Akteurinnen und Akteure dazu ein, das Zero-Waste-Konzept mit kreativen, auf Freiburg zugeschnittenen Ideen mitzugestalten.

Die rund vierstündigen Workshops sollen am 18. und am 19. Januar stattfinden (je einer für Bürger und für Unternehmen). Sie bietet die Chance zur Beteiligung und Mitgestaltung zukünftiger Abfallvermeidungsmaßnahmen. Anmeldung zum Workshop ist von heute an bis zum 21. Dezember über das städtische Beteiligungsportal www.mitmachen.freiburg.de möglich. Ab dem 10. Januar gibt es über diese Plattform die Möglichkeit, Ideen und Vorschläge einzubringen. So werden auch die Menschen gehört, die nicht an dem Workshop teilnehmen können.

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