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Freiburgs neues Zentrum für Wiederverwendung: Die "FUNDFABRIK" öffnet ihre Türen


Am Samstag, den 8. August öffnet die "FUNDFABRIK" ihre Türen für die Öffentlichkeit. Mit dem neuen Gebrauchtwarenkaufhaus der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH (ASF) erhält Freiburg einen neuen Ort für gelebte Kreislaufwirtschaft. Hier werden auf 3.000 Quadratmetern gut erhaltene, gebrauchte Waren angeboten, die zuvor auf den Freiburger Wertstoffhöfen gespendet wurden. Nach einer Prüfung und Aufbereitung gehen sie zu fairen Preisen in den Verkauf.

Die FUNDFABRIK verfolgt ein innovatives Gesamtkonzept. Neben Wiederverwendung, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit wird sie auch zu einem Ort der Umweltbildung und sozialer Teilhabe. Denn auf den drei Etagen entstehen außer den Verkaufsflächen auch Räume und Angebote für Bildung, Begegnung sowie Reparaturwerkstätten.
Mit der FUNDFABRIK hat die ASF eines ihrer ambitioniertesten Vorhaben erfolgreich realisiert. Der neue Standort in der Liebigstraße 16, direkt neben dem Recyclinghof St. Gabriel, ist auch ein zentraler Baustein der Freiburger Abfallvermeidungsstrategie. Hier wird Wiederverwendung gefördert und werden die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in die Praxis umgesetzt. Gebrauchte Gegenstände erhalten ein zweites Leben, Ressourcen werden geschont und Abfälle vermieden. In den Neubau investierte die ASF mehrere Millionen Euro. Zum Verkauf stehen über 120.000 gespendete Artikel bereit.

Herzstück der FUNDFABRIK ist der Verkauf gut erhaltener Gebrauchtwaren. Möbel, Haushaltsartikel, Kleidung, Bücher, Fahrräder, Elektronik und viele weitere Alltagsgegenstände sind im Angebot. Die angebotenen Waren stammen größtenteils aus Spenden der Freiburger Bürgerinnen und Bürger. Bereits seit 2023 verfügen alle städtischen Recyclinghöfe über eigene Annahmestellen, an denen gut erhaltene Gegenstände abgegeben werden können. Nach einem Qualitäts-Check, einer Reinigung und der Aufbereitung gelangen diese in den Verkauf. Über Pop-up-Stores auf Messen und Veranstaltungen, etwa auf dem ZMF oder der Greenflair, wurde das Konzept bereits vor der Eröffnung einem größeren Publikum vorgestellt.

Die FUNDFABRIK bietet ein nachhaltiges und modernes Einkaufserlebnis. Im Mittelpunkt stehen eine strukturierte Warenpräsentation und ein übersichtliches Sortiment. Die Bezahlung läuft bargeldlos. Gleichzeitig geht das Konzept über den klassischen Warenverkauf hinaus: So entstehen ein Repair-Café, Workshops, Upcycling-Angebote, Vorträge und weitere Veranstaltungen. Besucherinnen und Besucher erhalten hier praktische Anregungen, wie Produkte länger genutzt, repariert oder kreativ upgecycelt werden können. Die Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen, Initiativen und lokalen Netzwerken macht die FUNDFABRIK zu einem Ort der Begegnung und des Austauschs.
Das Veranstaltungs- und Bildungsprogramm wird nach der Eröffnung schrittweise aufgebaut. Zum Start liegt der Fokus zunächst auf dem Warenverkauf, welcher die Basis für einen langfristig tragfähigen Betrieb bildet.

„Die FUNDFABRIK ist ein Gewinn für ganz Freiburg und ein weiterer Meilenstein der nachhaltigen Stadtentwicklung", betont Oberbürgermeister Martin Horn. „Unser neues Gebrauchtwarenkaufhaus bringt viele Vorteile für Freiburg und vor allem für die Menschen der Stadt. Gutes landet nicht mehr auf dem Müll, das schont die Ressourcen. Und es entsteht ein großes neues Angebot an Waren zu fairen Preisen. Dazu kommt ein Bildungsangebot rund um die Themen Wiederverwendung, Reparatur und Upcycling. Die FUNDFABRIK macht deutlich, dass ein bewusster Umgang mit Ressourcen nicht Verzicht bedeuten muss, sondern neue Möglichkeiten eröffnet. Sie ist damit eine lokale Antwort auf viele große Fragen unserer Zeit."
Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit sieht die neue FUNDFABRIK als einen innovativen Ort der Kreislaufwirtschaft und hebt hervor: „Die Förderung der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Mit diesem neuen Angebot fördern wir die sogenannten 5 Rs Prinzipen „Refuse, Reduce, Reuse, Repair und Recycle" und schaffen wir eine Kultur, in der Ressourcen wertgeschätzt und im Kreislauf gehalten werden. Upcycling zeigt, dass aus vermeintlichem Abfall neue Ideen, neue Produkte und neue Chancen entstehen können."
„Mit der FUNDFABRIK hat die ASF eines ihrer ehrgeizigsten Projekte erfolgreich umgesetzt", erklärt ASF-Geschäftsführer Michael Broglin. „Das innovative Konzept ist Synonym für aktiven Ressourcen- und Umweltschutz. Die Bauweise des Gebäudes gemäß Anforderungen der DGNB- und der QNG-Zertifizierung sowie des Effizienzgebäudestandards EG40 unterstreicht unseren Anspruch, Nachhaltigkeit konsequent umzusetzen – von der Planung über die Realisierung bis hin zum Nutzungskonzept. Dies umfasst neben ökologischen Aspekten auch soziale Verantwortung: Mit der Schaffung von Ausweicharbeitsplätzen in den Bereichen Verkauf, Werkstatt und Warenannahme bieten wir Beschäftigten, die aus gesundheitlichen oder organisatorischen Gründen nicht mehr an ihrem bisherigen Arbeitsplatz tätig sein können, eine alternative Einsatzmöglichkeit."
Darüber hinaus hat die gemeinnützige f.q.b. gGmbH Geschäftsflächen in der FUNDFABRIK für ihre eigene Kundschaft angemietet. Mit dem dort betriebenen Möbelladen schafft sie neue Chancen für Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt häufig auf besondere Herausforderungen stoßen. Die Zusammenarbeit ergänzt das nachhaltige Konzept der FUNDFABRIK um eine weitere soziale Komponente.

Mit der Eröffnung der FUNDFABRIK, die sich in unmittelbarer Nähe des ASF-Betriebshofs befindet, fällt am Samstag, 8. August 2026, um 10.00 Uhr der Startschuss für Freiburgs neues Zentrum für Wiederverwendung und Nachhaltigkeit. Und eines ist schon jetzt ziemlich sicher: Wer kommt, wird fündig.

Öffnungszeiten der FUNDFABRIK:
Montag: geschlossen
Dienstag bis Freitag: 10 - 18 Uhr
Samstag: 10 - 16 Uhr
Sonn- und Feiertage: geschlossen

Weitere Informationen gibt es unter www.fundfabrik.de und www.abfallwirtschaft-freiburg.de

Bildquelle: Patrick Seeger

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